Catenhusen: „Wir sorgen beim Fernunterricht für Qualitätssicherung und Verbraucherschutz“
Heute zeichnete in Berlin der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Wolf-Michael Catenhusen, die von einer Jury des Deutschen Fernschulverbandes e.V. ausgewählten „Fernschülerinnen und Fernschüler des Jahres 2000“ und den Preisträger „Lebenslanges Lernen“ aus, die durch ihre Erfolge ein besonderes Beispiel für die Leistungsfähigkeit der Fernlehrmethode und für ihren persönlichen Einsatz gegeben haben.
Catenhusen unterstrich dabei, dass die Bedeutung des
Fenrunterrichts in den nächsten Jahren weiter wachsen werde. „Gerade bei
Lernangeboten, die der Teilnehmer vorher nicht einschätzen kann, besteht ein
besonderes Schutzbedürfnis des Kunden, dem durch die vorherige staatliche
Zulassung und die umfassenden Informationspflichten Rechnung getragen wird“,
erklärte Wolf-Michael Catenhusen.
„Durch das kürzlich novellierte Fernunterrichtsschutzgesetz
ist dafür gesorgt, dass alle, die sich über Fernunterricht weiterbilden, sicher
sein können, dass der angebotene Lehrgang auch zum Erreichen des
Lehrgangszieles geeignet ist“, betonte der Staatssekretär. Alle notwendigen Informationen
müssten demnach vor Vertragsschluss verfügbar sein. So sei z.B. neu in das
Fenrunterrichtsschutzgesetz aufgenommen worden, dass die Teilnehmer über die
ihnen zusätzlich entstehenden Kosten durch Nutzung der Fernkommunikationsmittel
informiert werden müssten.
Fernunterricht ist ein Weiterbildungsbereich, der die
gesetzlich geregelte Zulassungspflicht von Lehrgängen vorsieht. Diese
Qualitätssicherung im Sinne des Kunden muss auch bei den kostenpflichtigen
Lehrangeboten aus dem Internet angewandt werden, die mit Teletutoring
kombiniert sind, d.h. bei denen der Lernerfolg überwacht wird.
Sandra Peek – Mit Fernunterricht zur beruflichen Anerkennung
Sandra Peek, 29, aus Goch fand dank Fernunterricht vor drei Jahren ihren Traumjob als Chefassistentin in einem großen Versandhaus und beeindruckte ihre bisherigen Arbeitgeber mit ihren umfangreichen Fachkenntnissen und ihrem Lernengagement. Sandra Peek vervollständigte ihre Dolmetscherausbildung mit wirtschaftlichen und kaufmännischen Kenntnissen via Fernunterricht, um sich eine berufliche Perspektive zu schaffen. Mit insgesamt drei belegten Fernlehrgängen (Kaufmännischer Schriftverkehr Fremdsprachenkorrespondentin IHK-Englisch sowie Bürosachbearbeiterin) und ihren mittlerweile gesammelten Berufserfahrungen kann sie jetzt sogar unter den Stellenangeboten auswählen, wie sie heute selbstbewusst sagt.
Arne Steenbock – Traumjob dank Fernstudium
Arne Steenbock, 30, aus Hamburg hatte einen Traum: Er wollte immer schon Bautechniker werden. In seinem gelernten Beruf als Bauzeichner kam er nach fünf Jahren Berufstätigkeit nicht weiter, hatte keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr. Nach reiflicher Überlegung begann Arne Steenbock sich seinen Traum zu erfüllen und startete 1996 ein Fernstudium als Techniker der Fachrichtung Bautechnik mit Schwerpunkt Hochbau. Das Fernstudium war für ihn die ideale Alternative, denn in der Nähe seines damaligen Wohnortes gab es keine staatliche Technikerschule. Am Fernunterricht hat ihn auch gereizt, dass er sich die Zeit selbst einteilen und das Studienmaterial nach seinem eigenen Tempo abarbeiten konnte. „Es gibt keine starren und überfüllten Seminare, man kann in Ruhe lernen, wird nicht abgelenkt und kann sich so Stück für Stück durch das Studium arbeiten.“ Kurz nach seinem sehr guten Abschluss des Fernstudiums – als Lehrgangsbester – bekam er die Zusage für eine Stelle als Hochbau-Techniker bei einem Hamburger Architekten.
Das Leben von Brigitte Heilmann, 53, zeichnet sich durch stetige Veränderungen aus. Im Alter von 50 Jahren beschlließt die Hamburgerin, noch einen anerkannten Berufsabschluss zu machen und beginnt berufsbegleitend den Fernlehrgang „Vorbereitung auf die Schulfremdenprüfung – Staatlich anerkannte/r Altenpfleger/in“.
3 Jahre später, im September 2000, erhält Brigitte Heilmann
ihre staatliche Anerkennungsurkunde als examinierte Altenpflegerin in den
Händen. Fernuntericht hat sich als ideale Lernmethode für sie herausgestellt,
da sie sich ihre Lernzeiten frei einteilen und ihr Lerntempo selbst bestimmen
kann. Sie beendet ihre Ausbildung als Lehrgangsbeste. Die Anerkennung durch
ihren Arbeitgeber, eine traditionsreiche Altenpflegeeinrichtung, lässt nicht
lange auf sich warten: Sie wird befördert und erwirbt nun mit Unterstützung
ihres Arbeitgebers – wiederum berufsbegleitend – die Zusatzqualifikation
„Gerontopsychiatrie“.
Udo Czekay – Fernunterricht gab seinem Leben einen neuen
Sinn
Getreu seinem Motto „wer rastet, der rostet“, hat sich Udo Czekay, 65, dem lebenslangen Lernen verpflichtet. Seit seiner Pensionierung vor knapp acht Jahren hat der in Bad Schwartau, Schleswig-Holstein, lebende Renter bereits zwei Fernlehrgänge erfolgreich abgeschlossen: „Abitur“ und „Latinum“. Mit dem Fernkurs „Abitur“ erfüllte er sich kurz vor seiner Pensionierung den bereits lang gehegten Wunsch, diesen Abschluss nachzuholen. Für ihn gehören zum Lernen vor allem Motivation und Spaß an den Inhalten. „Die Fernkurse haben mir Zugang zu einem breiten Wissen eröffnet, das von den Anfängen unseres Denkens bis in die Gegenwart reicht.“ Zur Zeit belegt Udo Czekay den Fernlehrgang „Altgriechisch“. Nach Abschluss dieses Fernkurses plant er ein Geschichtsstudium an der Universität Hamburg.
Quelle:
Pressemitteilung des bmbf vom 26.03.2001